Städte & Kultur in Tschechien

Städte und Kultur in Tschechien
Tschechien liegt im Herzen Europas, die Entwicklung des Landes und seiner Städte ist eng mit der von Deutschland und Österreich verwoben. Dennoch entstand eine eigenständige große Kultur, die Jahr für Jahr Millionen Menschen aus aller Welt anlockt. Mieten Sie eine private Ferienunterkunft und besichtigen Sie einen Teil der 605, teilweise weltbekannten Städte in Tschechien. In Tschechien gibt es landesweit mehr als zweitausend Festungen, Burgen und Schlösser. 
Prag mit seiner großen Geschichte, seinen Sehenswürdigkeiten und dem legendären Nachtleben steht bei den Städtereisenden in Europa ganz oben auf der Liste. Die Hauptstadt ist mit 1,28 Millionen Einwohnern die größte Stadt, das hübsche Přebuz in der Region Karlsbad unweit der deutschen Grenze mit 69 Einwohnern die kleinste Stadt des Landes. Machen Sie im Urlaub einen Ausflug in den hübschen Ort mit der gut sichtbaren Hl. Bartholomäus-Kirche. Přebuz war einst eine große deutsch-böhmische Bergbaustadt. Aufgrund ihrer einzigartigen Geschichte und der zahlreichen historisch wertvollen Zeugnisse bergmännischer Aktivitäten steht Přebuz zusammen mit weiteren Stätten als Montanregion Erzgebirge auf der Tentativliste für das Weltkulturerbe der UNESCO. 

Auf dem Gebiet des heutigen Tschechien sind Menschen mindestens seit der Altsteinzeit anwesend. Archäologische Grabungen in Dolní Věstonice legten Siedlungsspuren von Mammutjägern frei. Das Alter der hier entdeckten elf Zentimeter großen „Venus von Dolní Věstonice“  wird auf 25.000 bis 29.000 Jahre geschätzt. Die Figur gehört zu den ältesten keramischen Erzeugnissen der Welt. Das schöne Kunstwerk aus dem Jungpaläolithikum wird im Mährischen Landesmuseum Brno aufbewahrt. Andere Fundstücke können im Museum von Dolní Věstonice besichtigt werden. 
Die Stadt Hodonín lag zur Zeitenwende an der Grenze zur römischen Provinz Carnuntum am Limes Pannonicus und an der Bernsteinstraße. Sie entwickelte sich zu einer Handelsstadt und bildete später ein Zentrum des Mährerreiches. 1228 erhielt Hodonín die Privilegien einer böhmischen Königsstadt. Die Stadt hat heute 24 Tausend Einwohner. Ihre Innenstadt mit dem schönen Rathaus und das Schloss Hodonín sind sehr sehenswert. Das Masaryk-Museum zeigt das Leben des ersten tschechoslowakischen Staatspräsidenten.  
Im heutigen Mähren gründete unweit von Hodonín der Kaufmann Samo im Jahre 623 das Reich des Samo. Am Náklo-Hügel in der Stadt Dubňany sieben Kilometer nördlich von Hodonín erinnert ein imposantes Denkmal an den Mann, der das erste bekannte politische Gebilde der Slawen als lockeren Stammesverbund schuf. 

Urlaub im Ferienhaus

Das Mährerreich entstand am Anfang des 9. Jahrhunderts, sein Kerngebiet befand sich in Mähren und in der heutigen Slowakei. Es bildete das erste bedeutende slawische Staatswesen und gilt als eine Art Vorläuferstaat für Tschechien und für die Slowakei. Ab 863 wirkten die Byzantinischen Mönche Kyrill und Method im Mährerreich und brachten den christlichen Glauben in dieses Gebiet. Sie führten die altslawische Sprache und die glagolitische Schrift  in die Liturgie ein und legten damit den Grundstein für das spätere Kyrillisch. 
Die Machtzentren des Mährerreiches waren die Städte Mikulčice, Staré Město und Nitra in der Slowakei. Die Burganlage Morava drei Kilometer südöstlich vom heutigen Dorf Mikulčice war die erste mährische Hauptstadt: Grad Morava. Die Burganlage war das Zentrum der politischen Macht der herrschenden Mojmiriden, sie ist heute als ein bedeutendes Nationaldenkmal das Freilichtmuseum Mikulčice-Valy. Mieten Sie in dieser Region eine private Ferienunterkunft und begeben Sie sich auf die Spuren des Reiches. 
Staré Město war als Veligrad ab 871 die neue Hauptstadt des Mährerreiches. Mitten in der Stadt finden die Feriengäste bei ihren Besichtigungen im Urlaub das Denkmal Großmährens. Das Museum entführt in die Zeit des 9. Jahrhunderts. Überlieferungen zufolge soll der Hl. Method am 6. April 885 in Veligrad gestorben sein. Vieles erinnert hier an die beiden Mönche Kyrill und Method. Staré Město liegt in der Marchebene am rechten Ufer der March an der Einmündung der Salaška. 
Im 13. Jahrhundert kommen Böhmen und Mähren an das Heilige Römische Reich, die böhmischen Herrscher gehören zu den 7 Kurfürsten. Der Kaiser hat seine Residenz zeitweise in Prag. Im Laufe der Zeit entwickeln sich zahlreiche große Städte und bedeutende Schlossanlagen. 

Brno ist mit 378 Tausend Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes und seit dem 17. Jahrhundert das historische Zentrum von Mähren. Mieten Sie hier eine private Ferienunterkunft und besichtigen Sie die schöne Universitätsstadt mit den großen Sehenswürdigkeiten. Die Stadt entwickelte sich um die Burg Brünn im 11. Jahrhundert. Anstelle der alten Befestigungen wurde im 19. Jahrhundert eine Ringstraße gebaut. Die Burg Špilberk wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Sie war Festung, Kaserne und Gefängnis, heute ist sie nach umfangreichen Renovierungsarbeiten ein beliebtes Ausflugsziel, Kulturzentrum und Museum. Neben dem berüchtigten Kerker und den Kasematten bieten Ausstellungen und Aussichtsturm viel Spannendes. Sehr sehenswert in Brno sind außerdem die Kathedrale St. Peter und Paul, der Bischofssitz, die  Abtei St. Thomas, die St. Jakobskirche mit dem Gebeinhaus und die schöne Innenstadt mit dem alten Rathaus. Die „Brünner Uhr“ ist ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt.
Das Mährische Landesmuseum  ist eines der bedeutendsten Museen in Tschechien. 

Slavkov u Brna, das einstige  Austerlitz, liegt 20 Kilometer östlich von Brno. Rund um die kleine Stadt fand im Jahre 1805 die Schlacht von Austerlitz statt. Auf dem Hügel Pracký kopec erinnert das Denkmal „Grabhügel des Friedens“ mit  vier Statuen für die Gefallenen Frankreichs, Österreichs, Russlands und für das mährische Schlachtfeld daran. Im Schloss Slavkov der Grafen Kaunitz befinden sich ein historisches Museum und eine multimediale Animation zur Schlacht von Austerlitz.

In Karlovy Vary entwickelte sich lange vor dem modernen Wellness-Hype eine traditionelle Badekultur, die ihre Wurzeln im Mittelalter hat: die Heilwirkung der Thermalquellen in Vary ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Karlsbad gehört zu den berühmtesten und traditionsreichsten Kurorten der Welt. Kaiser Karl IV. erhob den Ort 1370 zur Königsstadt und er bekam den neuen Namen Karlovy Vary. Die Stadt bemüht sich mit 14 europäischen Kurstädten um den Weltkulturerbe-Titel „Great Spas of Europe“. Die pompöse Architektur des Kurorts, seine Parks und die Umgebung sind sehr sehenswert, die Wasser ebenso wie der Becherovka sehr heilsam. 

In Kladruby nad Labem befindet sich mit dem Nationalgestüt Kladruby nad Labem eines der ältesten Gestüte Europas. Das Gehege der Familie Pernstein kam 1560 an Maximilian II. Kaiser Rudolf II. machte als König von Böhmen 1579 daraus ein Hofgestüt, das bis 1918 Pferde für den Prager und Wiener Hof züchtete. Die Rasse Kladruber Pferd und das Gestüt mit der Stammherde des Altkladruber Schimmels wurden zum Nationalen Kulturdenkmal Tschechiens erklärt. Das Gestüt kann besichtigt werden.