Ungarns Kultur

Kulturwerte

In Ungarn vermischen sich die Einflüsse westlicher und östlicher Kulturen aus mehr als eintausend Jahren Geschichte. Spuren aus dem römischen Reich finden sich genau so wie Baudenkmäler aus der Herrschaftszeit der Türken und Relikte aus dem Mittelalter. Auf den Berggipfeln tronen noch die Mauern von alten Burgen, prächtige Basiliken und prunkvolle Schlösser zieren das Landschafts- und Städtebild.

Die Städte Buda, Székesfehérvár, Visegrád und Esztergom sind die sogenannten Königsstädte des Mittelalters und zeugen noch heute von ihrer stürmischen Vergangenheit.

 

Östliche und westliche Kulturgüter sind hier mit den Traditionen eines tausendjährigen Staates verflochten. Erinnerungen an das Römische Reich, Bauwerke aus der Zeit der 150-jährigen Türkenherrschaft, kleine mittelalterliche Kirchen, prächtige Basiliken, romantische Burgruinen auf den Bergkuppen und pompöse Schlösser sind Zeugen einer stürmischen Vergangenheit. Veszprém ist die Stadt der Königinnen, barocke Altstädte findet man noch in Vác, Győr oder Eger. Eine alte Stadtmauer umgibt noch heute die Stadt Sopron und in Pécs und Szentendre herrscht ein mediterranes Flair, wohin man auch geht. Überall im Land erzählen Museen und Denkmäler sowie Kulturzentren von der wechselvollen Vergangenheit Ungarns.

Pulsierendes kulturelles Leben

Wenn man an Ungarn denkt, so denkt man auch automatisch an Musik. Man denkt an die großen Namen wie Kodály und Bartók, an Operetten wie Die lustige Witwe oder Csárdásfürstin, aber man denkt auch an feurige Zigeunermusik und temperamentvolle Volkslieder und Folkloretänze. Dieses reiche musikalische Erbe wird in Ungarn gepflegt und alljährlich finden zu Ehren der Musik und seiner Väter Festivals und andere Veranstaltungen statt.

Das Budapester Frühlingsfestival ist schon lange Tradition und findet alljährlich für zwei Wochen im März statt. Elf Städte aus der Provinz nehmen daran mittlerweile teil. Im August sorgt dann das Opern- und Ballettfestival, ebenfalls in Budapest, für ein buntes Programm. Aber auch in anderen Regionen wird die Musik gelebt, so z. B. am Plattensee beim Balaton-Festival im Mai, bei den Szegeder Freilichtspielen, dem in mehreren Städten veranstalteten Jüdischen Sommerfestival oder während den Zempléner Kunsttage in Sárospatak. Die Auswahl ist schier grenzenlos und hat für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Stätten des Weltkulturerbes

Mittlerweile sind acht Plätze in Ungarn von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und somit klar als schützens- und erhaltenswert deklariert worden.

Dabei handelt es sich u. a. um Naturphänomene wie die Höhlen des Aggteleker und slowakischen Karsts, die die größten ihrer Art in Mitteleuropa sind, den Nationalpark Hortobágy sowie die Landschaft rund um den Neusiedler See.

Aber auch bauliche Denkmäler gehören dazu, allen voran der altchristliche Friedhof in Pécs mit seinen wunderschön bemalten Grabkammern, die Benedektinerabtei in Pannonhalma, die über tausend Jahre alt ist, und das mittelalterliche Dorf Hollókő.

Traditionen des Weinbaus werden noch heute in dem geographisch und geologisch besonderem Weinbaugebiet von Tokaj gepflegt und bewahrt.

Zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören auch die Bauten entlang des Budapester Donauufers: die Burg von Buda, die auf dem Gellértberg stehende Zitadelle und die architektonisch so einmalige Andrássy Allee.

Farbenfrohe Volkskunst

Zu allen Jahreszeiten werden in Ungarn große Volksfeste gefeiert. Sei es, um den Winter zu vertrieben, den Frühling zu begrüßen, für eine gute Ernte zu danken oder für die Weinlese. Natürlich haben dabei auch die traditionellen Feste wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten eine große Bedeutung. Alle Feste werden oftmals noch auf traditionelle Weise in Volkstrachten und mit Volksmusik gefeiert. Dabei sind die regionalen Unterschiede in Farben und Motiven sehr vielfältig. Besonders populär sind die Traditionen von Kalocsa, Stickereien und bemalte Zimmerwände sind ein wichtiger Bestandteil. In Freilichtmuseen, den sogenannten Skanzen, kann man vielerorts die eindrucksvollen Exponate der jeweiligen Volksbräuche bewundern.

Quelle: Ungarisches Tourismusamt