Urlaub auf den dalmatischen Inseln – Europas Karibik

Nach neunstündiger Autofahrt von Wien sind wir am Ziel unseres heurigen Kroatienurlaubs angekommen: Podstrana, nur einen Steinwurf von Split entfernt, wird unserer kleinen Patchwork-Familie zwei Wochen lang Zuhause sein. Eine geeignete Ferienwohnung für unseren Urlaub in Kroatien haben wir nach den gleichen Kriterien gewählt, wie jedes Jahr: Hundefreundlich, strandnah, mit Terrasse und ausreichend Platz für fünf Menschen mit einer geballten Ladung Abenteuerlust. Schon nach einem ersten kurzen Rundgang steht fest: Wir haben wieder einmal alles richtig gemacht.

In Windeseile laden wir das Auto aus, verstauen das Nötigste im Kühlschrank, schnappen unsere Badesachen und machen uns auf den Weg zum Strand. Türkis-blaues Wasser umspielt den Kies. Wir können nicht widerstehen und tauchen ein. Der Alltag ist vergessen - Hallo Dalmatien, hallo Kroatienurlaub am Meer!

Der erste Morgen unseres Kroatienurlaubes beginnt, wie jeder darauffolgende, auf der Terrasse. Die Adria spiegelt das endlose Blau des Himmels wider. Der Wind weht eine angenehme Brise vom Meer an unseren Frühstückstisch. Das Aroma von frisch gekochtem Kaffee und Buttertoast verbindet sich mit dem Duft von Salzwasser, Sonnencreme, mediterranen Pflanzen und weckt Gefühle puren Glücks. Das einzige Geräusch das die morgendliche Stille zu durchbrechen wagt stammt von den im Wind flatternden Seiten diverser Reiseführer und Umgebungskarten.

Urlaub in Kroatien

Besuch in Split

Wir haben Podstrana ganz bewusst als „Basislager“ für unseren Urlaub in Kroatien mit der Familie gewählt. Die Option nahebei alles tun zu können, zeitgleich nichts tun zu müssen, hat sich in den letzten Jahren für uns bewehrt. Und Splits Umgebung bietet genau das. Herrliche Strände und Buchten für einen Urlaub am Meer mit Faulenzen in Kombination mit der Infrastruktur einer kleinen Großstadt.

Davon, dass es sich bei Split, der immerhin zweitgrößten Stadt Kroatiens, längst nicht mehr um einen Geheimtipp handelt, lassen wir uns nicht abschrecken. Touristenströme hin oder her. Splits ausgesprochener Schönheit können sie nichts anhaben.

Wir beginnen mit unserer Besichtigungstour im ältesten Teil der Stadt und treten direkt von der Uferpromenade Riva in den alten Diokletianspalast ein. Einst als persönlicher Alterswohnsitz für den namengebenden römischen Kaiser Diokletian (der Mann hatte Geschmack) erbaut, bilden seine 1700 Jahre alten Grundmauern bis heute den prunkvollen Rahmen der Altstadt Splits. Über die Jahrhunderte entstand auf seinen 40.000 Quadratmetern ein einzigartiges Labyrinth aus mittelalterlichen Gassen und beschaulichen Plätzen. Seit 1979 steht das städtebauliche Gesamtkunstwerkt auf der Liste der UNESCO Weltkulturerbe. Wäscheleinen verraten uns, dass viele der alten Häuser bewohnt sind. Der Diokletianspalast ist eben kein Museum – vielmehr lebendige Geschichte.

Ohne konkretes Ziel biegen wir während unserers Urlaubes in Kroatien mal rechts, mal links in mal breitere, mal ganz enge Gässchen ab, stöbern in Geschäften nach diesem und jenen und finden selbst in den verstecktesten Winkeln der Stadt immer neue Restaurants und Cafés die zum Verweilen einladen. Man müsste Monate, vermutlich Jahre in Split verbringen, um einmal an jedem dieser Tische Platz nehmen zu können.

Im Vestibül des Palastes zieht sagenhaft schöner Männergesang unsere Aufmerksamkeit auf sich. Wir bleiben neben einer Gruppe deutscher Touristen stehen und lauschen – erst dem sechsköpfigen Chor, dann einer Fremdenführerin. Die Musikergruppe hat diesen Platz nicht zufällig gewählt, lernen wir. Die Männer nutzen die besondere Akustik des Vestibüls, die ihren Stimmen zusätzliches Volumen verleiht. A-cappella-Gesang wie wir ihn gerade gehört haben wird hier Klapa genannt und hat lange Tradition in Dalmatien. Selbstverständlich handeln seine Lieder meist von Liebe, Wein und dem Meer.

Auf den Stufen des Café Luxor gönnen wir unseren Füßen eine kurze Verschnaufpause vor den nächsten Schritten. Ganze 200 werden nötig sein, um die Stufen zur Aussichtsplattform des vor uns liegenden Glockenturms zu erklimmen. Er gehört zur Kathedrale Sveti Duje, der Kathedrale des Hl. Domnius, und ist mit seinen 60 Metern Höhe Wahrzeichen und ständiger Blickfang Splits. Der einmalige Blick der sich von hier oben auf die Stadt und das Meer bietet, lässt uns das Brennen unserer Oberschenkelmuskeln in der Sekunde vergessen.

Besser kann dieser Tag in unserem von NOVASOL gebuchtem Urlaub in Kroatien heute nicht mehr werden. Wir suchen uns einen schattigen Platz in einem der stylischen Fischlokale an der Uferpromenade und lassen den Nachmittag bei einem Glas Wein und Knabbereien direkt in den Abend übergehen. Das Flair der Riva könnte mediterraner nicht sein. Abwechselnd studieren wir die Speisekarte, unseren Reiseführer und die von Split abgehenden Fährverbindungen. Unser Hunger auf Kroatien ist endgültig geweckt.

Dalmatien

Die Dalmatischen Inseln

Bis zum Ende unseres Urlaubes in Kroatien werden wir mit drei Inseln Dalmatiens Bekanntschaft machen. Brač, Hvar und Vis. Jede von einzigartigem Charakter und vollendeter Schönheit. In welcher Reihenfolge man sie besucht spielt keine Rolle. Wir haben ganz einfach bei der zu Split nächsten Insel angefangen und uns dann mit jedem Ausflug immer weiter vom Festland entfernt.

Badetag auf Brač

Auf Brač, der größten Insel Dalmatiens, legen wir einen Badetag am wohl berühmtesten Strand Kroatiens ein: Zlatni Rat, besser bekannt als das Goldene Horn. 50 Minuten dauert die Fahrt mit der der Autofähre von Split nach Supetar, der Inselhauptstadt im Norden von Brač. Zlatni Rat und die Stadt Bol liegen genau auf der anderen Seite. Rund eine Stunde dauert die Fahrt mit dem Auto über die Insel. Dann streckt das Goldene Horn vor uns seine schneeweiße Spitze rund 500 Meter weit in die türkis-blaue Adria. Mit dem Pinienwald im Hintergrund ergibt sich ein Bild, dessen Farben an die Karibik erinnern. Was für ein wunderschönes Plätzchen für einen ausgedehnten Strandurlaub in Kroatien. Vielleicht für nächstes Jahr?

Brač ist berühmt für den weißen Kalkstein, der nicht nur paradiesische Strände wie das Goldene Horn formt, sondern auch weltberühmten Gebäuden wie dem Weißen Haus in Washington D.C., dem Wiener Parlament und natürlich einheimischen Prunkbauten wie dem Diokletianspalast in Split ihr Strahlen verleiht. Der Stein ist auf Brač allgegenwertig – den Bauern zum Leid auch auf dem Ackerland. Bevor die Landwirte ihre Felder bestellen können, müssen sie die Brocken in mühsamer Handarbeit zur Seite schaffen. So entstehen im Übrigen auch die schier endlosen Steinhaufen, die das Bild der Insel prägen.

Dennoch ist der Kalkstein mehr Segen als Fluch für die Bewohner von Brač. Der Tagebau bringt gutes Geld. Und auch für die Schüler der Steinmetzschule Pucisca bedeutet der Rohstoff die ganze Welt. Zu sehen, welche Kunstwerke sie aus dem Stein herausarbeiten verändert unseren Blick auf die ganze Insel. Plötzlich überkommt uns das Gefühl auf einer riesigen Schatztruhe zu Gast zu sein.

Mit einem Abstecher auf den Vidova Gora beschließen wir den Tag. Es heißt von seinem Gipfel in 778 Meter Höhe kann man an manchen Tagen bis nach Italien sehen. Wir hingegen können während unserers Urlaubs in Kroatien unsere Blicke noch immer nicht vom Goldenen Horn lassen.

Bis zu unserem nächsten Ausflug lassen wir unsere Urlaubsseelen ein paar Tage an den Kiesstränden in Podstrana baumeln. Abends essen wir abwechselnd auf der schattigen Terrasse unserer Ferienwohnung nahe Split oder lassen uns in einer Konoba mit dalmatinischen Spezialitäten verwöhnen. Wir lieben es, wenn sich die Tische unter dem Gewicht riesiger Platten voll Fisch und Meeresfrüchten und Tellern mit herrlich duftenden Grillspezialitäten biegen. Dazu ein Glas kroatischen Wein – Živjeli! Es könnte uns in unserem Urlaub in Kroatien nicht besser gehen.

Hvar - das Saint-Topez Kroatiens

Vor unserem nächsten Ausflug in unserem Urlaub in Kroatien könnten die Erwartungen nicht größer sein. Diesmal trägt uns die Fähre nach Hvar – auf eine Insel, die den Ruf hat, eine der, wenn nicht die schönste Insel der Adria zu sein. Echte Fans sprechen ihr sogar zu, zu den schönsten Eilanden der Welt zu zählen. Mehrmals täglich verbindet die Fähre Split mit Stari Grad, der ältesten Stadt der Insel. Bereits 400 Jahre vor Christus siedelten sich hier Griechen an. Aufmerksame Gäste können bis heute ihr Erbe in der Architektur der wunderschönen Altstadt widererkennen. Wir müssen gestehen, dass wir die Sehenswürdigkeiten von Stari Grad (übersetzt Alte Stadt), mit einer gewissen Ungeduld abklappern. Dabei gibt es einiges zu entdecken: Das Schloss Tvrdalj, die Kirche St. Stephan und den Barockplatz Trg Skor. In Gedanken sind wir aber schon längst in Hvar Stadt – dem Saint-Tropez Kroatiens.

Ehrwürdig thront die Festungsanlage Španjola über Hvar Stadt und bietet Touristen in ihrem Urlaub in Europa, zum Beispiel in Kroatien einen wunderschönen Blick über die Altstadt und den Hafen. Für unseren Weg hinab nehmen wir uns Zeit. Hvar hat unsere Herzen im Sturm erobert. In einer schicken Boutique probieren wir Kleider und Sonnenbrillen, von denen der Spiegel sagt, sie würden uns wie angegossen passen. Die Preisschilder behaupten leider das genaue Gegenteil. Als Souvenir werden wir den obligatorischen Kühlschrankmagneten mit nach Hause nehmen. Natürlich wird er der Schönheit seines Motives, dem eleganten Stadtplatz mit der markanten Kathedrale zum Heiligen Stephan, nicht gerecht.

Strand in Dalmatien

Mit der Promenade betreten wir schließlich die Welt der Reichen und Schönen, die sich mit zahlreichen Rucksacktouristen vermischt. Wir nehmen im Café Anna Platz und kommen aus dem Staunen nicht mehr hinaus. Im Wasser vor uns liegt eine Luxusjacht neben der anderen; die Promenade wirkt wie ein Catwalk und an der Bar im berühmten Restaurant Carpe Diem fließt der Champagner. Wir müssen den Moment verpasst haben, in dem das Geld abgeschafft wurde. Unser Kellner errät die Gedanken in unseren Köpfen und flüstert uns mit einem breiten Lächeln zu: „Ist besser als Kino!“. Wie Recht er hat.

Nach zwei Stunden reißen wir uns von dem Schauspiel los. Auf uns wartet die Fähre zurück nach Split. Als wir am Abend auf unserer Terrasse mit einem Glas Wein auf den Tag anstoßen fällt der Blick noch einmal auf den Kühlschrankmagneten. Hvar ist wirklich irre - irre schön!

Wie jeder gelungene Urlaub am Meer vergeht auch dieser viel zu schnell. Bald schon heißt es Kofferpacken und zurück nach Wien. Der letzte Ausflug macht uns den Abschied von unserem Urlaub in einem Ferienhaus in Kroatien nicht leichter. Im Gegenteil.

Vis - ein wahrer Geheimtipp in Ihrem Urlaub in Kroatien

Vis zählt zu den letzten echten Geheimtipps der Adria. Einst wichtiger Militärstützpunkt, waren Touristen bis 1995 hier von der Regierung nicht nur unerwünscht, sondern jeglicher Besuch ausländischer Gäste ausdrücklich verboten. Bei der Gastfreundschaft seiner Bewohner kann man sich das heute gar nicht mehr vorstellen. Und trotzdem spricht sich nur langsam herum, welcher Schatz mit Vis 60 Kilometer vor Split liegt. Zweieinhalb Stunden dauert die Fährfahrt. Alternativ ist die Insel nur mit dem eigenen Boot zu erreichen. So hält wahrscheinlich auch die lange Anreise die Massen ab.

Vis begeistert uns mit seiner Ursprünglichkeit. Das Angebot auf dem Eiland scheint gleichermaßen überschaubar wie unendlich. Auf unserem Spaziergang in unserem Urlaub in Kroatien entdecken wir eine Ausgrabungsstätte und das Archäologische Museum, deren Besuch wir uns aber als Option für unseren nächsten Aufenthalt auf Vis offenlassen. Ebenso den Ausflug zu den Grotten auf Bisevo und Ravnik, die uns im Hafen angeboten werden. Wir lassen uns von der mediterranen Gelassenheit der Insel anstecken und schalten nochmal zwei Gänge runter. Im Vergleich zu Split, Brač und Hvar wirkt Vis beinahe menschenleer. Nur die vielen Segelboote im Hafen von Komiza, das wir mit einem Taxi von Vis Stadt erreichen, verraten, dass doch eine ganze Menge Touristen da sein müssen. Mein erster Blick auf Komiza verzückt mich.

Jetzt wird mir auch klar, warum das hübsche Fischerdorf als Kulisse für den Dreh zu „Mamma Mia 2“ auserkoren wurde. Die bunten Häuser und die schmalen Gässchen entlang der Bucht, in die Komiza eingebettet ist, locken mit kleinen Boutiquen und Kunsthandwerkgeschäften. Ich widerstehe meinem Shoppingdrang, im Moment hat mein leerer Magen Vorrang und wir kehren in die Konoba Bako, ziemlich am Ende der Bucht, ein. Das freundliche Service kombiniert mit dem fangfrischen Fisch und dem Blick auf das türkisglitzernde Meer sind einfach ein Traum. Zu gerne würden wir noch den Abend auf Vis verbringen, doch die letzte Fähre zurück nach Split verlässt heute schon um 18:00 Uhr den Hafen. Mit ihr an Bord: Fünf ausgesprochene Kroatien-Fans die schon im nächsten Sommer für einen Strandurlaub nach Kroatien zurückkehren werden.