Die Geschichte Österreichs

Urlaub im „Land der Berge, Land am Strome…“

Die Geschichte von Österreich beeinflusste in bedeutendem Maße die Entwicklung Mitteleuropas. Lesen Sie im Urlaub mehr darüber, entdecken Sie das Land der Maria Theresia, der K. und K. Monarchie, des Franz Josef und der Sisi. Nutzen Sie Ihren Urlaub, um der großen Kultur der Wiener Klassik, dem Brauchtum der Bergsiedlungen nachzuspüren und einzigartige Denkmale von den Römern bis zu dem Vielvölkerstaat unter den Habsburgern zu besichtigen.

Bedingt durch die Entwicklung der Monarchie wurde die österreichische Küche von vielen Völkern beeinflusst. Als typisch österreichisch gelten heute das Wiener Schnitzel, die Sachertorte, der Kaiserschmarrn oder die Mozartkugel. Probieren Sie im Urlaub österreichische Regionalgerichte aus, die sehr unterschiedlich sein können.

Die Wiener Kaffeehauskultur ist seit 2011 immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Eines der ersten Kaffeehäuser wurde 1683 von einem Armenier gegründet, später erhielten Griechen das Monopol zum Ausschank von Kaffee. Versäumen Sie beim Urlaub in Österreich nicht, ein Kaffehaus zu besuchen.

Die Kelten brachten den Weinbau in die Region und die Römer kultivierten ihn. Noch heute wird in Wien, Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland erfolgreich Weinbau betrieben. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Heurigenkultur mit Schrammelmusik, die Touristen aus aller Welt zum Urlaub anlockt.

 

Weinkultur Österreich

 

Österreich ist nach einer langen Geschichte als Herzogtum, König- und Kaiserreich, nach der Auffassung „A.E.I.O.U - Austriae est imperare orbi universo“ von Friedrich III., des vorletzten römisch-deutschen Kaisers und nach einer Zeit von Fremdherrschaften heute kleiner, dafür aber frei und eine Republik. Die Österreicher lieben ihr Land und laden gern Feriengäste zum Urlaub ein. Genießen Sie unvergessliche Tage während Ihres Urlaubs in Österreich, dem Herzen Europas.

 

Geschichte Österreichs

  • Bis etwa 8.000 v.Chr.: Altsteinzeit - erster Nachweis einer Besiedlung
  • 800 bis 400 v.Chr.: In der Keltenzeit entsteht das Königreich Noricum, dessen Siedlungen vor allem durch Salzabbau und -handel zu Reichtum gelangen.
  • Beginn der Zeitrechnung: Die Römer erobern das Land, bauen Städte und Straßen. Die bedeutendste Siedlung Carnuntum im heutigen Niederösterreich blüht als Hauptstadt der römischen Provinz Oberpannonien auf und wird Kaiserstadt.
  • Völkerwanderung: Der römische Einfluss schwindet in den Ländern an der Donau.
  • 6. Jahrhundert: Bajuwaren besiedeln das Land. Um das weitere Vordringen von Slawen und Awaren aus dem Osten zu stoppen, errichtet Karl der Große um 800 eine Grenzmark im Gebiet des heutigen Niederösterreich.
  • 10. Jahrhundert: Östlich der Enns entsteht eine Markgrafschaft, die dem Herzog von Baiern untersteht und mit der Babenberger Leopold belehnt wird. 996 taucht erstmals der Name Ostarrichi, der später zu Österreich wird, in einer Urkunde auf.
  • Habsburger: Etwas mehr als 100 Jahre später übernimmt König Rudolf I. die Herrschaft als erster Regent aus dem Hause Habsburg, das von da an fast 650 Jahre die Geschicke des Landes lenkt. Zentrum des Reiches ist die Wiener Hofburg. Unter den Habsburgern steigt das Land zur Großmacht auf, wird 1452 unter Friedrich III. Kaiserreich. Durch geschickte Heiratspolitik sichern sich die Habsburger im 15. Jahrhundert den Einfluss auf Frankreich und werden Könige von Spanien und dessen neu gegründeten Kolonien in Übersee.
  • Türkenkriege: Aus dem Osten vordringende Türken sind die große Herausforderung des 16. Jahrhunderts. 1529 belagert eine osmanische Streitmacht erfolglos Wien, in den nächsten eineinhalb Jahrhunderten bleibt die Bedrohung bestehen. 1683 werden die Türken abgewehrt und bis hinter das heutige Belgrad zurückgedrängt.
  • Barockzeit: Die Befreiung von der Türkengefahr ist zugleich das Startsignal für eine Hochblüte in Kunst und Kultur. Prachtbauten wie das Schloss Schönbrunn und der Salzburger Dom entstehen. Unter der Regierung von Kaiserin Maria Theresia (1717-1780) werden tiefgreifende Reformen in allen Bereichen des Staates begonnen und von ihrem Sohn, Kaiser Joseph II. (1741-1790), einem aufgeklärten, liberalen Monarchen fortgesetzt.
  • 1789: Die Französische Revolution und die Machtergreifung Napoleons bringen viele Veränderungen. Österreich wird in die Napoleonischen Kriege hineingezogen und wirkt 1814/15 als Gastgeber des Wiener Kongresses an der Neuordnung des Kontinents mit. Den Einflüssen der Revolution begegnen in Österreich Kaiser Franz I. und sein Staatskanzler Metternich mit Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten und Zensur. Das Bürgertum zieht sich daraufhin in die eigenen vier Wände zurück. Die Zeit des Biedermeiers bricht an. Man trifft einander in geselliger Runde im Salon und pflegt die Künste.
  • 1848: Das Bürgertum stürzt Franz I., woraufhin Kaiser Franz Joseph I. die Regentschaft übernimmt. Mit seiner Gattin Elisabeth, der legendären Sisi, prägt er bis heute nachhaltig das Bild vom österreichischen Kaisertum.

 

Geschichte Österreichs

 

  • Der Walzerkönig Johann Strauss feiert Triumphe in aller Welt. Sigmund Freud entwickelt die Psychoanalyse.
  • Um 1900 bringt der Wiener Jugendstil einzigartige Werke hervor. Maler wie Gustav Klimt und Egon Schiele beeindrucken ebenso wie die Architekten Otto Wagner und Adolf Loos.
  • 1914: Die Spannungen im Vielvölkerstaat gipfeln in der Ermordung des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajewo. Die Tat ist der Auslöser für den Ersten Weltkrieg. Nach Kriegsende zerfällt die Monarchie, Österreich gründet die Erste Republik.
  • 1934: Die überaus schwierige Wirtschaftslage und innenpolitische Auseinandersetzungen lösen einen Bürgerkrieg aus. Mit der Maiverfassung 1934 errichtet Engelbert Dollfuss einen autoritären Ständestaat. Im Juli des Jahres starten die österreichischen Nationalsozialisten einen Putschversuch, der zwar abgewehrt, bei dem jedoch Dollfuss ermordet wird.
  • 12. März 1938: Die Deutsche Wehrmacht marschiert in Österreich ein, das Land wird als Ostmark dem Deutschen Reich Hitlers angegliedert.
  • 1945: In Österreich wird die Republik wiederhergestellt. Das Land bleibt noch ein Jahrzehnt von Großbritannien, Frankreich, USA und der Sowjetunion besetzt.
  • 15. Mai 1955: Die Unterzeichnung des Staatsvertrages mit den Alliierten, sowie die Erklärung der immerwährenden Neutralität bringen die Unabhängigkeit zurück.
  • 1956/1968: Österreich bietet Flüchtigen nach dem großen Ungarn-Aufstand und dem Prager Frühling Zuflucht.
  • 1995: Österreich tritt der EU bei.
  • 2000: Die SPÖ-ÖVP-Koalitionsregierungen werden erstmals von Regierungen der ÖVP mit der FPÖ abgelöst. Die EU-Mitgliedstaaten reagieren mit Sanktionen.
  • 15. Oktober 2017: 26. Nationalratswahl, die 25. Legislaturperiode war durch Beschluss des Nationalrates verkürzt worden.
  • 18. Dezember 2017: Angelobung der 30. Bundesregierung der Zweiten Republik, einer Koalitionsregierung von ÖVP und FPÖ. Zum Bundeskanzler wird Sebastian Kurz als jüngster Kanzler aller Zeiten ernannt.
  • In der zweiten Jahreshälfte 2018 führt Österreich zum dritten Mal den Vorsitz im Rat der Europäischen Union.