Die Geschichte des Burgenlandes

Geschichte beim Urlaub im Burgenland

Die Geschichte des Burgenlandes war mehr als eintausend Jahre lang mit der Geschichte Ungarns verbunden. Lesen Sie beim Urlaub im privaten Ferienhaus mehr darüber. Die Entwicklung dieser Region wurde von verschiedenen Völkern und Kulturen geprägt. Das Bundesland weist eine ethnische, religiöse und kulturelle Vielfalt auf, der es lohnt im Urlaub nachzuspüren. Wie in keinem anderen Bundesland leben hier Deutsche, Ungarn, Kroaten, Roma, aber auch Juden, Katholiken, Protestanten und Muslime im Miteinander und in Toleranz zusammen. Im Laufe der Geschichte hat es auch Verfolgungen von Minderheiten und Brüche zwischen den Menschen gegeben. Deshalb pflegt das Burgenland als Mahnung und als Zeichen für die Zukunft eine tiefe Erinnerungskultur, wie mit dem „Garten der Erinnerung“ in Frauenkirchen, dem Friedensmuseum in der Burg Schlaining, der Gedenkstätte Kreuzstadl oder mit dem Grenzerfahrungsweg Bildein.

 

Die Vielfalt des ethnischen Erbes zeigt sich besonders in der burgenländischen Küche. Die Ungarn brachten beispielsweise das Gulasch und die Esterházy-Torte ein. Die Kohlsuppe ist vielleicht ein Erbe der Deutschen, Knoblauchsuppe, gefüllte Paprika oder das herzhafte Blätterteiggebäck das Erbe der Kroaten. Grammelpogatscherl, Martini Gansl, Neusiedler Fisch, Sterz oder Krautstrudel hat man sich vermutlich gemeinsam ausgedacht, auf jeden Fall zählen diese Gerichte zu den burgenländischen Spezialitäten. Probieren Sie beim Urlaub den Geschmack des Burgenlandes und kochen Sie Rezepte im Ferienhaus nach.

Dazu gibt es einen der berühmten burgenländischen Weine, die Geschichte des Weinbaus reicht hier bis zu den Kelten zurück.

Genießen Sie unvergessliche Urlaubstage in dem schönen Burgenland an der europäischen Grenze zwischen West und Ost.

 

Urlaub im Burgenland

 

Die Geschichte des Burgenlandes

  • Die ältesten Funde im Burgenland stammen aus der Mittelsteinzeit, sie wurden bei Neusiedl am See entdeckt. Die ältesten Siedlungsspuren reichen in die Jungsteinzeit zurück. Seitdem ist das Burgenland kontinuierlich besiedelt.
  • 11 v.Chr.- 433: Die Römer erobern das Gebiet und gründen die Provinz Pannonia.
  • 433-454: Pannonia wird an die Hunnen abgetreten.
  • 456-471: Herrschaft der Ostgoten, danach folgen Sueben, Sarmaten und Skiren.
  • 546: Langobarden besetzen das Gebiet, 568 verlassen sie Pannonia.
  • 568: Die Awaren dehnen ihr Reich im Karpatenbecken bis zum Fluss Enns aus und beherrschen das Gebiet zweihundert Jahre lang. Um ihr weiteres Vordringen zu stoppen, errichtet der fränkische Herrscher Karl der Große um 800 eine Grenzmark.
  • Ab 900: Die Magyaren erobern Pannonia.
  • 955: Nach der Niederlage gegen Otto I. in der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg stellen die Magyaren ihre westlichen Eroberungszüge ein. Großfürst Géza beginnt mit dem Aufbau eines ungarischen Staatswesens. Er lässt vor allem im Burgenland das Grenzschutzsystem Gyepű ausbauen, die Grenzwächterorte werden vor allem durch Magyaren besiedelt.
  • 996: Gézas Sohn István heiratet die bayrische Prinzessin Gisela. Damit wird die Bindung an das ostfränkisch-deutsche Reich gefestigt. Bayrische Gefolgsleute erhalten Besitzungen im heutigen Burgenland.
  • 1000: Mit der Krönung von István I./Stephan I. entsteht das ungarische Königreich. Unter König Stephan beginnt die Christianisierung.
  • 1009: Gründung des Bistums Győr, dem auch das heutige Burgenland angehörte.
  • In den folgenden Jahrhunderten kommt es immer wieder zu deutschen Angriffen auf die Westgrenze des ungarischen Königreiches.
  • Im 12. Jahrhundert steigt die Familie der Güssinger Grafen zu den mächtigsten Adelsfamilien Ungarns auf.
  • 1241: Der Mongolensturm erreicht Ungarn und verwüstet das Land. Im Gebiet des heutigen Burgenlandes konnten nur steinerne Burgen wie Burg Lockenhaus und Burg Güssing standhalten. Danach lässt König Béla IV. steinerne Burgen bauen und erlaubt das auch den reichen Grundherren. Die Oligarchen im heutigen Burgenland werden bald mächtiger als der ungarische König.
  • 1526 erben die Habsburger die Krone Ungarns, mit der Herrschaft der Habsburger geht der Grenzkonflikt in Westungarn zu Ende.
  • 1526: Mit der Schlacht bei Mohács beginnen die Türkenkriege auf ungarischem Boden. Infolgedessen werden große Gebiete des ungarischen Königreiches von den Türken besetzt. Dazu gehört ab 1529 auch das nördliche Gebiet des heutigen Burgenlandes.
  • 1683: Während der Zweiten Wiener Türkenbelagerung werden viele Gemeinden des Nordburgenlandes verwüstet. Danach werden die Türken bis hinter das heutige Belgrad zurückgedrängt.
  • 1765: Ausbruch von Bauernunruhen im heutigen Südburgenland.
  • 1848/49: Revolution und Freiheitskampf gegen die Habsburger in Ungarn. Lajos Batthyány aus dem heutigen Burgenland wird Ministerpräsident der Revolutionsregierung. Nach deren Niederlage wird er auf Betreiben von Baron Haynau am 6. Oktober 1849 hingerichtet.
  • 1867: Österreichisch-Ungarischer Ausgleich
  • 1914: Die Spannungen im Vielvölkerstaat der Habsburger gipfeln in der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajewo. Die Tat ist der Auslöser des Ersten Weltkriegs. Nach Kriegsende zerfällt die Monarchie, die Erste Republik wird gegründet.
  • 1919: Die Sieger des Ersten Weltkriegs entscheiden im Vertrag von St. Germain „Deutsch-Westungarn“ an Österreich anzuschließen.
  • 1920: Ungarn wird mit dem Vertrag von Trianon verpflichtet, dieses Gebiet an Österreich abzutreten.
  • 25.1.1921: Regelung der Aufnahme des Burgenlandes als eigenständiges Bundesland in die Republik Österreich.
  • 14.-16.12. 1921: Für die Gegend um Ödenburg (Sopron), das als Hauptstadt des neuen österreichischen Bundeslandes vorgesehen war, wurde nach heftigen Protesten Ungarns eine Volksabstimmung durchgeführt. Diese entscheidet, dass Ödenburg und die umliegenden Dörfer bei Ungarn verbleiben.
  • 15. 6. 1922: Der neu gewählte Burgenländische Landtag tritt erstmals zusammen.