Radurlaub im Burgenland

Das hügelige Burgenland ist perfekt für den Radurlaub: im östlichsten Bundesland Österreichs erwarten 2.500 Kilometer Radwege und Radrouten Aktivurlauber zu einem unvergesslichen Radurlaub. Die vielseitigen Radwege bieten von der Family-Route über sportliche Rennstrecken bis zum Mountain-Bike-Trail alles, was das Bikerherz begehrt.

Das sonnige Burgenland kann vom Neusiedler See bis zum Südburgenland hervorragend mit Fahrrad erkundet werden. Die Radwege sind gut beschildert und größtenteils asphaltiert.

Wählen Sie im Radurlaub Ihre Fahrtroute aus und machen Sie unterwegs an Gasthöfen Rast. Wer sich im Urlaub erst vor Ort für eine Radtour entscheidet, kann sich das Fahrrad an einer der zahlreichen Bikerstationen ausleihen.

Private Ferienhäuser sind grundsätzlich eine gute Wahl, wenn man einen Fahrradurlaub plant. Kleinere und größere Touren zur Erkundung der Umgebung rund um das private Feriendomizil sind zu jeder Zeit möglich, sie können den eigenen Bedürfnissen perfekt angepasst werden. Die Möglichkeiten im Burgenland sind schier unerschöpflich. Im Folgenden einige Urlaubstipps zur Anregung.
 

Neusiedler See

Radurlaub im Nordburgenland

Hervorragende Bedingungen für den Fahrradurlaub im Burgenland bietet der Neusiedler See. In dieser Region sorgen rund 30 Radwege mit insgesamt 1.000 Kilometer Länge für den ultimativen Fahrradspaß. Wer genügend Ausdauer hat, kann den berühmten Radrundweg B10 um den See, also auch durch das ungarische Gebiet machen. Entscheiden Sie beim Radurlaub selbst, ob Sie den 121,5 Kilometer langen Weg an einem Tag fahren oder in mehreren Etappen. Der Radweg gilt als mittelschwer und ist auch für Touren mit der ganzen Familie geeignet: Sie können die Radtour mit einer Fährschifffahrt zwischen Illmitz und Mörbisch verkürzen.

Der Lackenradweg B20 ist ein Radrundweg im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel. Ausgangspunkt ist Podersdorf, wohin man nach 52,1 Kilometern wieder zurückkommt. Der Weg führt nach Illmitz, Sankt Andrä und durch abwechslungsreiche Landschaften, wie Weingärten, Feuchtwiesen, Hutweiden und an einigen salzhaltigen Seen, den Salzlaken des Seewinkels, vorbei. Dieser Weg ist besonders Naturliebhabern im Radurlaub zu empfehlen, denn im Naturpark können mehr als 300 Vogelarten beobachtet werden.

Der Kulturradweg B23 unweit des Neusiedler Sees ist 26 Kilometer lang und eine tolle Kombination von Bewegung mit Kultur und Kulinarik. Start und Ziel ist Gols, die größte Weinbaugemeinde in Österreich. Der Weg führt über Mönchhof, Halbturn und Frauenkirchen. Sehenswert sind in Mönchhof das Dorfmuseum, in Halbturn das Barockschloss und in Frauenkirchen die berühmte Basilika. Unterwegs lädt die Kult-Ur-Schenke Frauenkirchen zur Einkehr ein.

 

Radurlaub im Mittelburgenland

Der Waldquellenweg B42 führt abseits von stark befahrenen Straßen auf ruhigen Wegen durch den Naturpark Landseer Berge mit seinen herrlichen Laub- und Mischwäldern. Die Radtour ist nur 20,6 Kilometer lang, bietet aber einige Sehenswürdigkeiten. Start und Ziel ist Kalkgruben, der Weg führt über Oberpetersdorf, Kobersdorf, Tschurndorf, Weppersdorf, Markt St. Martin, Lindgraben und Kobersdorf. In Kobersdorf gibt es ein sehenswertes Schloss, das einst eine Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert war. Kobersdorf ist auch für seine Quellen berühmt, aus denen das bekannte Kobersdorfer Mineralwasser sprudelt, das für Trinkkuren verwendet wird. Es kann direkt an den beiden Quellen im Elisabethpark getrunken werden. Die katholische Kirche von Tschurndorf stammt aus dem Jahre 1953, in Weppersdorf ist die schön gelegene evangelische Kirche recht sehenswert. In Markt St. Martin befindet sich die Mittelstation der Draisinentour, wo Sie zur Stärkung eine Pause einlegen können. Vor Ende der Radtour sollte man bei Kobersdorf einen Abstecher machen und im zwei Kilometer entfernten Badesee inmitten des Naturparks ein erfrischendes Bad nehmen.

Ein besonderes Erlebnis im Radurlaub ist die Draisinentour: Radeln auf Schienen. Auf einer stillgelegten, romantischen Bahnstrecke von 23 Kilometer Länge laufen die bunten Fahrrad-Draisinen, die mit Pedalen wie beim Fahrrad angetrieben werden. Die Tour führt durch die idyllische Landschaft des Mittelburgenlandes, vorbei an Weingärten, Feldern, Wäldern und hübschen Dörfern. Auf der Fahrt gibt es viel zu sehen und an den drei Stationen wird bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Die Draisinentour kann von April bis Oktober gebucht werden, an geraden Tagen führt sie von Horitschon nach Oberpullendorf, an ungeraden Tagen umgekehrt. Ein Shuttle-Bus bringt die Ausflugsgäste zurück zum Ausgangspunkt.
 

Radurlaub im Burgenland


Radurlaub im Südburgenland

Die sanften Hügel und die schönen Weinberge des Südburgenlandes laden zu stimmungsvollen Radtouren während Ihres Ferienhausurlaubs im Burgenland ein. Der Vier-Jahreszeiten-Radwanderweg B50 führt über 23,2 Kilometer von Bad Tatzmannsdorf und zurück. Er kann vor oder nach dem Baden in der Therme durchgeführt werden. Von Bad Tatzmannsdorf geht es auf dem Radweg für die ganze Familie zur gotischen Friedensburg Schlaining mit dem berühmten Museum, über Spitzzicken, Eisenzicken und St. Martin. Zwischen Drumling und Stadtschlaining ist ein 2,5 Kilometer langer Anstieg auf ein paar Hundert Meter zu bewältigen.

Durch den Naturpark Raab-Örség-Goričko führt der 79,1 Kilometer lange Dreiländerradweg komplett auf asphaltierter Straße. Die Radtour startet in Bad Radkersburg, in Zelting geht es über die Grenze nach Slowenien. Hier führt der Weg über Cankova, Kuzma, Martinje. Felsőszölnök liegt bereits in Ungarn. Von hier führt die Strecke über Alsószölnök nach Neumarkt und St. Martin in Österreich. Über Slowenien führt der Rundweg zurück nach Bad Radkersburg. Die spannende Tour ist mittelschwer und kann auch gut mit dem E-Bike gefahren werden.