Die vier Viertel

Die vier Viertel in Niederösterreich
Niederösterreich wird landschaftlich in vier Viertel geteilt: nördlich der Donau liegen das Waldviertel und Weinviertel, südlich das Mostviertel und Industrieviertel. Historisch gesehen entsprechen die Viertel den einstigen Kreisen in der Monarchie, die heute keine verwaltungsmäßige, sondern nur eine rein touristische Bedeutung haben. 
Die Benennung nach Wald-, Wein-, Most- und Industrieviertel stellte in der Monarchie eine Veranschaulichung der vorrangigen Nutzung der Viertel dar. 
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Das Waldviertel
Das Waldviertel bildet mit 99 Gemeinden in den Bezirken Gmünd, Horn, Krems, Waidhofen an der Thaya, Zwettl,  nördlich der Donau gelegener Teil des Bezirkes Melk und Statutarstadt Krems an der Donau den nordwestlichen Teil des Bundeslandes. 
Das Waldviertel wird des Weiteren in das Obere Waldviertel als nordwestlichster Teil des Waldviertels an der tschechischen Grenze, die Nationalparkregion Thayatal im nordöstlichen Teil des Waldviertels entlang des Flusses Thaya, das Waldviertel Mitte im Zentrum der Region, Kamptal-Manhartsberg im südöstlichen Waldviertel und das Südliche Waldviertel eingeteilt. 
Im Südlichen Waldviertel liegt Maria Taferl, Niederösterreichs bedeutendster und Österreichs zweitgrößter Wallfahrtsort. In klimatisch günstiger Höhenlage lädt der hübsche Ort zum Wandern ein, die barocke Basilika ist sehr sehenswert. 
Hardegg im Thayatal ist mit der mächtigen mittelalterlichen Burg Österreichs kleinste Stadt. Die  Stadt hat sich ein romantisches Bild bewahrt, sie ist ein lohnendes Ausflugsziel. 

Das Weinviertel
Das Weinviertel bildet mit dem Bezirk Hollabrunn, Teile des Bezirks Mistelbach, Teile des Bezirks Gänserndorf, Tulln nördlich der Donau und Teile des Bezirks Korneuburg den nordöstlichen Teil Niederösterreichs. Das Weinviertel ist Österreichs größtes Weinanbaugebiet. Es wirbt mit genussvoller Gelassenheit, kulinarischen Highlights, malerische Kellergassen und geselligen Weinfesten. Mieten Sie eine private Ferienunterkunft und überzeugen Sie sich selbst davon. 
Ein Wahrzeichen des Weinviertels sind die Kellergassen-Dörfer, die aus Kelterhäusern gebildet wurden. Von den 1100 Kellergassen in Niederösterreich liegen die meisten im Weinviertel.  
Das Weinviertel ist eng mit dem Namen des Hl. Koloman verbunden, der ein irischer Königssohn gewesen sein soll. Auf einer Pilgerreise ins Heilige Land wurde er bei Stockerau irrtümlicherweise gefangen genommen und an einem Holunderbusch erhängt. Die Gebeine des später heilig gesprochen Koloman werden in der Stiftskirche Melk aufbewahrt. In Stockerau wurde das Kloster St. Kolomar an der Stelle seiner Tötung errichtet. Der Hl. Koloman ist der Patron von Stockerau und Melk. 
Die Gemeinde Dürnkrut wurde durch die berühmte Schlacht vom 26. August 1278 bekannt, die den Aufstieg des Hauses Habsburg zur Großmacht markierte:  König Rudolf I. von Habsburg besiegte den böhmischen König Ottokar II., der selbst den Tod fand. Ein Denkmal auf dem Schlachtfeld erinnert an das Ereignis.

Urlaub in Österreich

Das Mostviertel
Das Mostviertel wird auch Viertel ober dem Wienerwald genannt, es umfasst die Landeshauptstadt St. Pölten und bildet mit den Bezirken Amstetten, Scheibbs, Melk südlich der Donau, Lilienfeld, Tulln südlich der Donau, St. Pölten, Krems südlich der Donau, sowie der Statutarstadt Waidhofen an der Ybbs den südwestlichen Teil von Niederösterreich.  Mieten Sie hier eine private Ferienunterkunft und lernen Sie die kontrastreiche Landschaft und Vegetation des Mostviertels zwischen Hügeln im Norden und den Ausläufern der Nördlichen Kalkalpen im Süden kennen. Zahlreiche Flüsse durchfließen des Mostviertel und münden in die Donau. Weitläufige Waldgebiete prägen die Landschaft im Traisental und am Oberlauf der Traisen. Der Dunkelsteinerwald ist ein Höhenzug südlich der Wachau und bei Feriengästen ein beliebtes Wanderziel. Im Wildnisgebiet Dürrenstein  ist der größte Urwald Mitteleuropas zu finden, das Wildnisgebiet Dürrenstein ist Weltnaturerbe der UNESCO. 
Die Bezirksstadt Lilienfeld ist Zentrum der waldreichsten Region Österreichs. Besichtigen Sie hier im Urlaub das 1202 von Herzog Leopold VI. gegründete Zisterzienserstift, das zu den bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerken Österreichs gehört. 
Die Stadt Ybbs an der Donau liegt am Nibelungengau nordwestlich der Mündung des Ybbs in die Donau.  Die alte Handelsstadt entstand am Kreuzungspunkt historisch bedeutender Handelsstraßen und der Donauüberfuhr. Als einer der bedeutendsten Donauhäfen mit zahlreichen Rechten erlebte Ybbs im Mittelalter seine große Blüte. Das Aussehen der mittelalterlichen Stadt hat sich nach mehreren großen Stadtbränden stark verändert. Von der alten Stadtbefestigung sind ein ehemals wasserführender Stadtgraben und ein Stadtturm erhalten.

Das Industrieviertel
Das Industrieviertel wird auch Viertel unter dem Wienerwald genannt und bildet mit den Bezirken Neunkirchen, Wiener Neustadt, Baden, Mödling, Bruck an der Leitha, Klosterneuburg im Bezirk Tulln und Teilen des Bezirks St. Pölten den südöstlichen Teil von Niederösterreich. Die Landschaft ist zwar von einigen Industriegebieten geprägt, besitzt aber auch ausgedehnte Agrarflächen, Wälder an den Hängen des Wienerwaldes und Weingärten. Entlang einer geologischen Bruchlinie, an der warme Quellen sprudeln, gibt es einige Thermalbäder. 
Wiener Neustadt im Steinfeld ist die Hauptstadt des Industrieviertels. Lesen Sie im Urlaub mehr über die Geschichte der Stadt. Sie ist die größte Gründungsstadt Niederösterreichs, ihre Gründung zum Schutz der Handelsstraße wurde von den Babenbergern Leopold V. und Leopold VI. 1194 aus dem Lösegeld von König Richard Löwenherz finanziert. 
Die berühmte Kurstadt Baden mit ihren Villen, Ferienunterkünften und Bädern liegt an der Thermenlinie. Schon die Römer kannten die Thermalquellen. Die große strategische Bedeutung des Gebietes zeigt sich auch später, als zahlreiche Burgen wie in Weikersdorf, Leesdorf, Rauheneck oder Rauhenstein errichtet wurden. An der Thermenlinie liegen des Weiteren die Kurorte Bad Vöslau und Bad Fischau. Das historische Thermalbad von Bad Fischau steht  unter Denkmalschutz.